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Neuerscheinungen
Arbeitsgemeinschaft für vergleichende Hochgebirgsforschung e.V.
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Robert Kostka (Herausgeber) Aconcagua und die Anden bis zum Wendekreis des Steinbocks
Wenn Frauen reisen ... (Helga Kostka) Über den Naturraum der Gebirgsregion (Wolfgang Sulzer) Klima und Wetter im Bereich der Anden zwischen den Aconcagua und den Llullaillaco (Reinhold Lazar) Von Paul Güßfeldt bis Christian Stangl - Zur Entwicklung des andinismus am Aconcagua (Robert Kostka mit einem Beitrag von Erwin Schneider) 120 Jahre Gebirgskartographie am Aconcagua (Robert Kostka) Robert Helbling - zwischen Aconcagua Tupungato (Andreas Schellenberger) National- und Provinzialparks in Argentinien (Erwin Heine und Thomas Schäfer) CRICYT und seine Institute - ein regionales Zentrum für Wissenschaft und technische Studien in Mendoza (Saturnino Leguizamón) Verkehrsrouten und Transportwege in den Zentralen Anden (Robert Kostka) Los Santuarios de Altura de la Cordillera de los Andes - Die hochgelegenen Inka-Heiligtümer in den Anden (Juan Schobinger) Grete Mostny und die Mumie vom Cerro el Plomo (Helga und Robert Kostka) Die Expeditionen des Hias Rebitsch (Robert Kostka mit einen Beitrag von Klaus Springfeld) Una Vida Cordilleras - ein Leben in den Bergen (Antonio Beorchia Nigris) De Aconcagua al Llullaillaco - Beiträge zur Hochgebirgsarchäologie in Argentinien (Maria Constanza Ceruti) Prähistorische Felsbildkunst in Westargentinien (Juan Schobinger) Das Rätsel der Menhire von Tafí del Valle (Helga und Robert Kostka) Die indigene Bevölkerung in Santa "Valles Calchaqués" - einst und heute (Martin Pekarek) Aus meinem Reisetagebuch - Eine Anmerkung zu diesem Beitrag (Robert Kostka) Das Schicksal der Quilmes (Helga und Robert Kostka) Der Yeriba-Mate - das Nationalgetränk Südamerikas (Wolfgang Bendel) Die Quebrada de Humahuaca (Angeles Cervantes-Alacron) Die Pucarás - die Pucará von Tilcara (Helga Kostka)
Das Buchprojekt wurde von der Arbeitsgemeinschaft finanziell unterstützt. Nachfolgend ist der Klappentext des Buches auszugsweise wiedergegeben:   Eine Reihe von einzigartigen Besonderheiten kennzeichnet den Andenraum vom Aconcagua bis zum Wendekreis des Steinbocks, dessen atemberaubende naturräumliche  Gegebenheiten ebenso interessant sind wie seine Jahrtausende alte Kulturgeschichte. Die  Hochgebirgsketten der Anden gehen hier von den südlichsten Sechstausendern über in die  Hochflächen der Atacama und der Puna mit ihren Salaren und hoch aufragenden  Vulkankegeln. In dieser Region liegen der Aconcagua, der Ojos del Salado, der höchste  Vulkan unserer Erde. Hier am Llullaillaco trifft man auf die höchst gelegene archäologische  Fundstelle und seit 2004 auch auf die weltweit höchste Wetterstation unseres Planeten. Seit  10000 Jahren bewohnten unterschiedliche Ethnien diese extreme, teilweise wüstenhafte  Hochgebirgslandschaft und prägten ihre Kulturgeschichte: Menhire, Steinmale aus ältester  Zeit, Pucarás, wehrhafte Siedlungen in späterer Zeit.
Hier lag die südliche Grenze des Inka-Herrschaftsgebietes mit seinen hochgelegenen Zeremonienplätzen und den durch Wind und  Wetter mumifizierten Kinderopfern. Die Konquistadoren erreichten zu Beginn des 16. Jahrhunderts dieses Gebiet, das später zu  Beginn des 19. Jahrhunderts ein Zentrum der Unabhängigkeitsbewegung vom spanischen Mutterland war. Gegenstand des Buches ist dieser Andenabschnitt mit seiner Vielfalt an "Natur und Kultur". Die Sammelpublikation entstand in  Zusammenarbeit von 15 AutorInnen aus Europa und Argentinien. Entsprechend vielfältig sind die ausgewählten Themen der  Buchbeiträge. Der Darstellung der geschichtlichen Entwicklung dieses einst zusammengehörigen Gebietes folgen Ausführungen über einige  Besonderheiten des Naturraumes und über die Problematik von Klima und Klimaänderung. Der Entwicklung des Bergsteigens am  Aconcagua ist ein weiterer Beitrag gewidmet. Die Kartographie dieser Region von den Anfängen bis heute wird abgehandelt. Daran  schließen sich Beiträge über Schutzgebiete, Hochgebirgsforschung und Verkehrssituation an. Ein weiterer Schwerpunkt ist die dortige Hochgebirgsarchäologie, so der Inka-Mumie am Aconcagua und den Funden am Llullaillaco, wie auch die Felsbildforschung. Beiträge über  die indigene Bevölkerung einst und heute, über das Volk der Quilmes und über die Pucarás bringen diesen Kulturkreis  näher,  desgleichen der anschauliche Bericht über die Quebrada de Humhuaca, die 2003 zum Weltkultur- und Naturerbe erklärt wurde. Immer wieder wird auf die Menschen hingewiesen, die sich als Bergsteiger und/oder Forscher dieser Region gewidmet haben.  Zahlreiche Karten, Kartenskizzen und umfangreiche Bildbeispiele erläutern und vertiefen die Aussagen der einzelnen Kapitel:
Bestellungen sind zu richten an: Weishaupt Verlag A-8342 Gnas Österreich Tel.: 0043 / (0) 3151 - 8487 Fax: 0043 / (0) 3151 - 84874 e-mail: verlag@weishaupt.at e-bookshop: www.weishaupt.at
Rezension: Der international renommierte Grazer Hochgebirgsforscher und Kartograph Robert  Kostka legt hiermit nach dem Buch über den Damavand (Iran) eine zweite  Monogrophie über eine außereuropäische Hochgebirgsregion vor. Neben dem  höchsten Berg der Anden, dem Aconcagua (6963 m), wird der gesamte Andenraum  zwischen den südlichsten 6000ern und der „Trockendiagonale“ nahe der  Südgrenze Boliviens behandelt. Die eigentliche Thematik des aus rund zwei  Dutzend Einzelbeiträgen bestehenden Bandes, an dem 15 europäische und  argentinische Autorinnen und Autoren mitwirkten, sind Betrachtungen zur  Kulturgeschichte, die sehr facettenreich und umfassend - wenn auch mit klarem  Fokus auf Hochgebirgsarchäologie - dargelegt wird.  Im Einzelnen finden sich Reflexionen über historische Reiseberichte ..., Aufsätze zu  Geologie und und Formenwelt, Klima, Andinismus, Kartographie und  Kartographiegeschichte, Naturschutz, Verkehrswege u.a. Der kulturgeschichtliche  Schwerpunkt macht in Summe mehr als ein Drittel des Seitenumfanges aus und  informiert ausführlich über die spektakulären inkazeitlichen Mumienfunde,  Felsbilder, indigene Gruppen, verschiedene ethnographische Besonderheiten u.a.  Zwei Mitarbeiter unseres Institutes waren als Autoren tätig: W. Sulzer gestaltet ein  Kapitel über den Naturraum (mit hervorragender Satellitenbildkarte) und ist für die  Bildverarbeitung als Grundlage der Kartenbeilage verantwortlich, R. Lazar  erarbeitet die Klimatypen des Gesamtraumes und liefert auch erste Messergebnisse von der von ihm eingerichteten Klimastation auf dem Llullaillaco (6739 m), die als  derzeit höchst gelegene der Erde gilt. ...  Der Band ist im Gesamten ein hervorragendes Dokument über eine Gebirgsregion,  über die trotz rasanter Erweiterung der Kenntnisse in jüngerer Zeit nach wie vor  wenig bekannt ist. Mit wissenschaftlich fundierten Texten aus vielen Fachgebieten  werden hiermit wichtige Informationslücken geschlossen und geschaffen. Gerade  die gegenständliche Region zieht mit ihren Superlativen (Aconcagua als höchster  Berg Amerikas, Ojos del Salado als höchster Vulkan der Erde u.a.) sicherlich  besondere Aufmerksamkeit an sich und wäre somit - im Sinne eines Gedankens  von B. Messerli im Vorwort - geeignet, als „Schutzgebietskorridor“ der  Weltöffentlichkeit einmal mehr die Bedeutung der Berge als natürliche Ressource  sowie Hort biologischer und kultureller Diversität vor Augen zu führen.  (Gerhard Karl Lieb, in: Grazer Mitteilungen der Geographie und Raumforschung, Heft 38, März 2006)